Wichtig oder überflüssiger Schnickschnack: Wie beeinflusst die äußerliche Gestaltung den Buchkauf?

Posted on Mai 13, 2018

Auf Kunterbunte Flaschenpost findet man so einiges: Rezensionen, Podcasts, Alltagsgedanken, das Bloghoroskop, die Bookish Hall of Fame und die Beitragsreihe Drüber nachgedacht. Als ich Ende 2016 gefragt wurde, ob ich nicht Bock hätte, gemeinsam mit anderen Bloggern einmal im Monat über ein vorher festgelegtes Thema zu schreiben, war ich sofort Feuer und Flamme. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ich liebe diese Beitragsreihe so sehr, dass sie inzwischen sogar mein Blogliebling geworden ist und das obwohl es hier nun schon seit fast einem Jahr ganz schrecklich still ist. Sprudelten die Ideen in der Vergangenheit immer so aus uns heraus, warteten wir nun monatelang vergeblich darauf, wieder von der Muse geküsst zu werden. Wir haben so lange gewartet, dass sich bestimmt schon jeder von uns ganz leise mit dem Gedanken angefreundet hat, dass diese wunderbare Gruppenaktion am Ende angekommen ist. Ich jedenfalls habe es. Tja und nun sitze ich hier, ordne meine Gedanken und haue in die Tasten. Nicht, weil ich mich öffentlich von Drüber nachgedacht verabschieden möchte, sondern weil die Muse zu uns zurückgekehrt ist und die Flamme wieder entfacht hat. Ich haue in die Tasten, weil ich nachgedacht habe und meine Gedanken mit euch teilen will.

Ja, ich weiß, ein Cover verrät nichts über den Inhalt und wahrscheinlich tue ich sehr vielen tollen Büchern unrecht, indem ich ihnen wegen ihres auf mich nicht sehr ansprechend wirkenden Covers kaum bis gar keine Aufmerksamkeit schenke, aber: Auf der Suche nach neuen Büchern lasse ich mich sehr von der äußerlichen Gestaltung beeinflussen. Ganz egal, ob ich in der Buchhandlung stehe und um mich schaue, im Internet auf Verkaufsportalen stöbere oder mich durch Blogs klicke: das, was mir zu einem Buch als allererstes ins Auge fällt, ist das Cover.

Natürlich bin ich mir bewusst, dass das wahnsinnig oberflächlich ist und eigentlich nur die inneren Werte zählen, aber diese werden mir nun mal nicht regelrecht unter die Nase gerieben, wie es beim Buchcover der Fall ist. Die Geschichte bleibt ein Geheimnis, solange, bis ich selbst entscheide, dass ich dieses lüften möchte (oder aber irgendjemand meint, dass es ganz furchtbar lustig wäre, einfach mal den halben Inhalt inklusive wichtiger Schlüsselmomente ohne Vorwarnung ins Netz zu hauen), was toll ist, denn immerhin bleibt so die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite erhalten.

Was schön ist, liegt im Auge des Betrachters
Ziemlich häufig werden unsere deutschen Buchcover mit den Originalen verglichen und nicht gerade selten ziehen unsere dabei den Kürzeren. Und ich verstehe es absolut nicht. Bis auf einige Ausnahmen finde ich nämlich unsere Cover um einiges besser als die Originalen. Das hat allerdings nicht ausschließlich damit zu tun, dass ich unser Cover wirklich toll finde, sondern häufig allein daran liegt, dass unsere Verlage zumindest im Young- und New Adult sowieso im Jugendbuchbereich meinem Empfinden nach versuchen, kreativ zu sein und ein Cover zu gestalten, das den Inhalt des Buches irgendwie wiederspiegelt – sei es durch Darstellung eines oder mehrerer Kernelemente der Geschichte, durch den Versuch, die Stimmung des Buches grafisch einzufangen oder auch indem Grafikabteilung und Verlag Botschaften aufgreifen und diese in Szene setzen. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, gar keine Frage. Die Cover der Shatter Me Reihe finde ich im Original zum Beispiel viel schöner und besonderer als unsere, wobei ich die Deutschen auch keinesfalls hässlich finde. Oder vergleichen wir mal die Cover der Nighthuntress-Serie von Jeanine Frost: während unser Verlag vor Jahren auf den Stadt im Hintergund und Frauengesicht davor Zug aufgesprungen ist und damit nur wenig Wiedererkennungswert geschaffen hat, passen die Originalcover tatsächlich sehr gut zu der Geschichte. In den meisten Fällen allerdings finde ich die englischen und amerikanischen Cover ziemlich nichtssagend und austauschbar, was häufig an dem Trend bestehend aus Frau, Schnörkeln und übergroßer Schrift liegt. Wie einfallslos ist das denn bitte?

Schöne Buchschnitte sind der neue heiße Shit
Ernsthaft. Niemals nie nicht hätte ich gedacht, dass ein farbiger Buchschnitt ein ohnehin perfektes Buch, weil hammermäßige Geschichte und wunderschönes Cover, noch perfekter machen würde. Ich dachte immer, das wäre überflüssiger Schnickschnack, der zwar nicht schadet, aber eben auch nicht gebraucht wird. Okay, Buchkauf, Lesesucht oder gar mein Leben hängen nicht vom Buchschnitt ab, das gebe ich zu, aber nachdem ich nun Das Lied der Krähen mit seinem schwarzen Buchschnitt in meinem Regal stehen habe, bin ich angefixt und will mehr. Mehr Farbe, mehr Rundumaufbretzelpaket für Bücher. Dazu zählt aber keinesfalls dieser Rough Cut, der hoffentlich nur eine kurze Modeerscheinung sein wird, denn, mal ehrlich: das sieht einfach nur schlimm nach Buchmisshandlung aus!

Wie wichtig ist nun also eine schöne Buchgestaltung?
Auf den ersten Blick ist ein Buch für mich so eine “Das Auge isst mit” Sache. Stellt euch nur mal vor, ihr bekommt irgendein euch unbekanntes zusammen gemantschtes Gericht vor die Nase gesellt, das einfach nur aussieht, als wäre es schon einmal durchgekaut worden. Viele von uns hätten gar nicht erst Lust, es zu probieren, sondern würden es direkt dankend von sich wegschieben. Daran ändern auch Beteuerungen, dass es wirklich köstlich schmeckt, nicht unbedingt etwas und wenn doch, dann kostet es uns meistens Überwindung und auch dann wird erstmal ganz vorsichtig mit langen Zähnen probiert (man könnte uns ja vergiften wollen!).

Bei Büchern geht es mir nicht anders. Mein Auge möchte etwas geboten bekommen, neugierig gemacht werden und dafür braucht es einfach eine ansprechende Gestaltung. Was wir als ansprechend empfinden ist natürlich bei jedem von uns unterschiedlich, ganz klar und so gibt es für mich auch kein Buch von dem ich sagen würde, dass die Aufmachung misslungen ist. Irgendjemand wird sich nämlich auch von einem Cover angesprochen fühlen, das mir ganz und gar nicht zusagt, sonst wäre es immerhin niemals soweit gekommen, dass es ein Buch schmücken darf.

Kurzum: Cover können eine Droge für meine Augen sein und wie eine Süchtige auf Entzug bewege ich mich ihnen entgegen, weil ich sie einfach aus der Nähe betrachten, anfassen, streicheln, besitzen muss. Klingt abgedreht? Nun ja, das ist es vielleicht auch, aber das ist mir reichlich egal. Jeder hat seine Schwächen und ansprechende Cover sind eine von meinen. Allerdings schließe ich von einem schönen Cover nicht auf einen schönen Inhalt, ebenso wenig, wie ein Cover, das mir nicht gefällt, für mich automatisch eine nicht lesenswerte Geschichte bedeutet. Es nur einfach so, dass das Innere in den wenigsten Fällen das ist, was mich auf das Buch aufmerksam werden lässt.


Nicht nur ich, sondern auch TatiElli und Franzi haben sich Gedanken gemacht. Schaut unbedingt bei ihnen vorbei!

25 Gedanken

  • Don't judge a book by its cover - Buchhaim Mai 13, 2018 at 11:01

    […] Kunterbunte Flaschenpost […]

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  • Drüber Nachgedacht: Never judge a book by it's cover - oder doch? | Mai 13, 2018 at 11:01

    […] Maike kunterbunteflaschenpost […]

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  • Wie beeinflusst die äußerliche Gestaltung den Buchkauf? - Bücher & Quatsch | Bücher & Quatsch Mai 13, 2018 at 11:15

    […] Kunterbunte Flaschenpost Lovelymix […]

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  • Elli Mai 13, 2018 at 11:16

    Liebe Maike,
    ich brauche unbedingt ein T-Shirt oder einen Beutel mit der Aufschrift “Schöne Buchschnitte sind der neue heiße Shit”, das ist (leider) nur allzu wahr. Bei manchen Büchern passt es wirklich gut (Six of Crows, Nevernight) aber es gibt auch welche, bei denen das irgendwie nicht zur Aufmachung passt.
    Ich muss leider sagen, dass ich die originalen Cover oft sehr viel schöner finde, als die deutschen Varianten. Deutsche Cover und Titel sind leider oft so ohne erkennbare Kreativität gestaltet.
    Hast du eine bestimmte Vorliebe/Geschmack, was Cover angeht?
    Ein toller Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Elli

    Antworten
    • MadameLustig Mai 14, 2018 at 10:47

      Witzig, wie unterschiedlich wir das empfinden. Aber vielleicht liegt das auch an den Genres, die wir lesen? 🙂
      Mich stört an den Originalcovern, die meistens aus der UK oder aus den USA kommen, einfach, dass sie in den Genres die ich bevorzuge (Jugendbuch, Young- und New Adult und Fantasy) einfach sehr einfallslos und austauschbar sind. Frau (manchmal auch mit Mann), Schnörkel und Titel über die gesamte Seite. Meh. Natürlich sind die Cover deswegen nicht automatisch hässlich, nein, aber sie sagen nichts über den Inhalt aus. Ich mag es, wenn das Cover bereits kleine Schnipsel der Geschichte wiedergibt und dadurch meine Neugier weckt, ebenso, wie ich es mag, wenn die Kreativabteilung einfach wirklich kreativ ist und sich das Cover dadurch am Ende von allen anderen abgebt (der Scherenschnitt-Stil fällt zB sofort auf!).

      Um genauer zu beschreiben, was ich meine hier mal ein paar Beispiele für Bücher, bei denen ich das deutsche Cover eindeutig lieber mag.
      – Live fast, play dirty, get naked von Kevin Brooks. Ich finde, dass der dtv Verlag die Stimmung der Geschichte viel besser eingefangen hat.
      – No going back von Stephanie Monahan. Das deutsche Cover passt sehr gut zum Inhalt, während das Originalcover einfach mal total nichtssagend ist.
      – 36 Fragen an dich von Vicky Grant. Auch hier passt das deutsche Cover viel besser, weil es durch die Sprechblasen ein Kernelement der Geschichte wiedergibt.
      – Liebe ist wie Drachensteigen von Ashley Herring Blake. Nicht nur, dass ich die Covergestaltung vom Magellanverlag wieder mal total süß finde, haben auch sie ein Kernelement aufgenommen. Das Originalcover hingegen ist .. nichtssagend. Ebenso wie der Titel.
      – Skinned-Trilogie von Robin Wassermann. Ich finde die Originalcover zwar nicht unpassend, aber leider doch austauschbar. Wenn ich die deutschen Hardcover hingegen sehe, weiß ich sofort, um was für Bücher es sich handelt.
      – Die “Liebe lieber übersinnlich” Trilogie von Kiersten White. Auch hier finde ich die Originalcover nicht hässlich, aber einfach austauschbar. Die Cover des Loewe Verlags hingegen passen wie die Faust aufs Auge zu der Geschichte, die einfach rosa und verpiept (hier werden nämlich alle Schimpfwörter durch ein Piep ersetzt) süß ist.

      Aber wie auch schon im Beitrag erwähnt, gibt es durchaus auch Originalcover, die ich den deutschen vorziehe, weil sie besser passen oder besonderer sind. Wie “Shatter me” oder “The Thousands Floor” zum Beispiel. 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Maike

      Antworten
  • Franzi Mai 13, 2018 at 11:18

    Huhu liebe Maike,

    hihi ich bin auch so froh, dass wir wieder ein Thema haben, dank dir :). Und einen schönen Beitrag hast du da geschrieben. Bei mir hängt die Aufmachung tatsächlich keine ganz so große Rolle, außer im Laden, wenn ich ohne Ziel einkaufen gehe. Aber auch ich finde, dass häufig sogar die deutschen Cover schöner sind. Und das Cover sollte halt keines sein, was so auf hunderten Büchern in der Art vorkommt, sondern für mich auch einen Bezug zum Inhalt darstellen :).

    glg Franzi

    Antworten
    • MadameLustig Mai 14, 2018 at 10:53

      Genau das ist es: das Cover sollte einen Bezug zum Inhalt darstellen!
      Wie kaufst du denn deine Bücher meistens, mit oder ohne Ziel? 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Maike

      Antworten
  • Alex Mai 13, 2018 at 12:03

    Ja das mit den Cover ist so eine Sache ^^. Ehrlich gesagt gehe ich schon sehr danach, besonders wenn ich in einem Buchladen bin. Vieles läuft da wahrscheinlich auch unterbewusst ab. Ich hab immer das Gefühl anhand der Cover schon grob erkennen zu können um welche Art von Buch es sich handelt, auch wenn das vermutlich nicht immer zutrifft.
    Trotzdem hab ich auch so einige Bücher hier, mit Covern die ich ehrlich gesagt auch ganz schön hässlich finde. Besonders wenn ich ebooks oder Bücher aufgrund von Rezensionen kaufe, rückt das Cover aber eh in den Hintergrund.
    Ein toller Beitrag 🙂
    LG Alex

    Antworten
    • MadameLustig Mai 14, 2018 at 11:07

      Vielen Dank für dein liebes Feedback, Alex! <3

      Genau so geht es mir auch: wenn ich in die Buchhandlung gehe und meinen Blick durch die Cover schweifen lasse, habe ich oft das Gefühl zu erahnen, was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet. Und genau das mag ich sehr!

      Bei Empfehlungen achte auch ich nur wenig aufs Cover, weil ich da einfach noch einen anderen Anhaltspunkt habe, wenn man das so sagen kann. Ich weiß, dieses Buch hat mit XY empfohlen und weil XY weiß, was mir gefällt, erahne ich, dass die Geschichte mir gefallen könnte. Allerdings habe ich dadurch bis jetzt zum Glück noch keine Cover ins Regal stellen müssen, die ich wirklich wirklich hässlich finde. Toitoitoi. 😀

      Ganz liebe Grüße,
      Maike

      Antworten
  • Dörte Mai 17, 2018 at 00:41

    Hallo Liebes. 🙂
    In deinem Beitrag habe ich mich gerade total wiedergefunden. Auch mich zieht ein schönes Cover magisch an. Bedauerlicherweise bin ich dadurch aber auch schon einmal “geblendet” worden, denn manchmal ist die Verpackung um einiges schöner als der Inhalt. Das macht mich dann immer traurig. 🙁
    Ich sehe das wie du, dass man einigen Geschichten bestimmt Unrecht tut, weil man nicht in sie versinken wird, da einem das Cover nicht anspricht. Deine Metapher mit den Gerichten finde ich absolut passend gewählt. Ja verdammt! Wenn etwas nicht ansprechend ausschaut, dann soll das bitte weg. 😉
    Schlimm finde ich es, wenn die Cover etwas zeigen, was mit dem Inhalt nichts zu tun hat. Ich hatte es schon häufiger, dass meine Beste ein Buch niemals angerührt hätte, weil sie aufgrund des Covers dachte, es würde nicht ihrem Geschmack entsprechen. Aber dann erzähle ich ein bisschen über die Geschichte und sie sagt: “Das hätte ich jetzt überhaupt nicht gedacht. Hm, das hört sich doch interessant an.” Bei “Liebeskinder” war das glaub ich mal der Fall.
    Letztendlich ist es aber natürlich dennoch der Inhalt der zählt. Allerdings kann man den ja bei einem Bücherkauf nicht sehen. 😉 Also greife ich eher zu Büchern, die mich optisch ansprechen, auch wenn das manchmal nach hinten los geht. :/
    Alles Liebe
    Dörte

    Antworten
    • MadameLustig Mai 25, 2018 at 12:01

      Bei mir ist es bislang zum Glück noch nicht so arg nach hinten losgegangen. Sicher, den einen oder anderen Fehlgriff gab es auch bei mir, aber die würde ich nicht auf mein Coverkäuferdasein schieben, sondern eher auf Elemente des Inhalts.

      Ein Cover, das meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Inhalt passt, ist “Unsere verlorene Herzen”. Anhand der äußerlichen Gestaltung schließt man ja schon eher auf eine zuckersüße Liebesgeschichte, die es zwischen den Buchdeckeln aber gar nicht gibt. Da fällt das Cover dann eindeutig in die Kategorie: Thema verfehlt.

      Fühl dich gedrückt,
      Maike

      Antworten
  • Lilly Lesepanda Mai 21, 2018 at 00:28

    Das mit den Covern finde ich bei mir immer schwierig. Ich achte mehr auf den Titel, da die meisten Cover, die ich optisch schön finde sich in den Genre bewegen, die ich nicht lese.
    Die Sache mit dem Buchschnitt kann ich sehr gut verstehen, die mag ich nämlich auch sehr gerne.

    Liebe Grüße
    Lilly
    #litnetzwerk

    Antworten
    • MadameLustig Mai 25, 2018 at 12:06

      Oh ja, Titel können meine Neugier auch sehr gut wecken! Allerdings sind die immer zu klein, als dass sie mich aus der Entfernung bereits neugierig machen und anlocken könnten.

      Hast du denn einen Titel, von dem du heute noch sagst, dass er dich sehr neugierig gemacht hat?

      Antworten
  • Pink Anemone Mai 21, 2018 at 13:51

    Hallöchen!
    Da muss das Litnetzwerk her damit ich wieder mal Deinen Blog besuche…Asche auf mein Haupt. Ich stelle mich danach auch sofort in die Schäm-Mich-Ecke, aber zuerst mal zu Deinem Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. Ich bin ein sehr visueller Mensch und jaaaa, ich gucke immer zuerst auf das Cover und dann auf den Klappentext. Wenn mich der Klappentext jedoch nicht anspricht, wird es trotzdem nicht mitgenommen. Manche Bücher schlüpfen dadurch sicherlich durch mein Radar, eben weil mich das Cover so gar nicht mitnimmt und ich es daher so gar nicht beachte. Tja, ist aber trotzdem nicht so als würde mir der Lesestoff aufgrund dessen ausgehen.
    Bezüglich der Cover zu den Originalen muss ich sagen, dass sich die Verlage in Bezug auf YA und Romantacy hier wesentlich mehr Mühe geben, als im Bereich Krimis und Thriller. Da gefallen mir nämlich die Original-Cover meistens wesentlich besser, wobei ich jetzt nicht sagen möchte, dass die Deutschen Cover zum Weglaufen sind. Sie sind schön aber eben nicht soooo schön wie die Originale-Cover. So, und bevor ich mich hier jetzt um Kopf und Kragen quatsche, höre ich auf und stöbere noch so nen bissl rum.

    Liebe Grüße aus Wien
    Conny

    Antworten
    • MadameLustig Mai 25, 2018 at 12:25

      Alles gut, liebe Conny, wir beide fischen einfach in unterschiedlichen Genremeeren! 🙂

      Dass die Covergestaltung von Thrillern und Krimis hier doch sehr unkreativ ist, finde ich auch. Wenn ich so darüber nachdenke, würde ich sogar sagen, dass so gut wie alle Erwachsenenbücher nicht so berauschend gestaltet sind und ihrer Linie immer brav treu bleiben. Keine Ahnung, wieso die Grafikabteilung hier nicht auch etwas mutiger ist und Neues ausprobiert, wie es im Jugendbuchbereich inkl sämtlicher Untergenres der Fall ist. Da würde den Kreativen eine Portion Kreativität sicher gut tun. Und vielleicht würde das ja sogar den Buchkauf von deutschen Büchern ankurbeln.

      Antworten
  • Daggi Mai 23, 2018 at 23:25

    Wenn ich in die Buchhandlung gehe, dann bin ich ein Cover-Käufer. Ich nehme nur Bücher in die Hand, deren Cover mich ansprechen, dann schaue ich mir den Klappentext an und dann ist meist auch schon eine Entscheidung gefällt.

    Fazit: Für mich sind Äußerlichkeiten bei einem Buch sehr wichtig 🙂 #litnetzwerk

    LG
    Daggi

    Antworten
    • MadameLustig Mai 25, 2018 at 13:12

      Ich sehe schon, wir ticken da sehr ähnlich. Die Covergestaltung ist auch irgendwie eine Art Visitenkarte für das Buch, oder?

      Vielen lieben Dank für deinen Besuch bei mir! 🙂

      Antworten
  • Isabell Mai 25, 2018 at 17:14

    Hey 🙂
    Ich muss ja auch gestehen, dass ich eigentlich nur nach Büchern greife, deren Cover ich schön finde. Zu Büchern mit, meiner Meinung nach, hässlichen Covern greife ich eigentlich nur, wenn ich schon viel von den Büchern gehört habe oder es mir direkt empfohlen worden ist.
    Die Covergestaltung ist daher schon sehr wichtig, denn wie du schon erwähnt hast, isst das Auge mit.
    Mir persönlich gefallen aber meistens englische Cover besser, wobei du recht hast, dass sie sehr oft austauschbar und nichtssagend sind. Gerade innerhalb eines Genres fällt das immer wieder auf. Ich persönlich habe damit aber wenig Probleme und es stört mich nicht wirklich. Mit den Covern deutscher Bücher kenne ich mich tatsächlich kaum noch aus, weil ich hauptsächlich auf Englisch lese und deutsche Cover meist nur auf Twitter & Co sehe, wo ja sehr gerne besonders hässliche Cover aufs Korn genommen werden.

    Liebe Grüße
    Isabell

    Antworten
  • Julia Mai 25, 2018 at 20:38

    Verurteile niemals ein Buch nach seinem Cover, ist mein erster Gedanke bei diesem Beitrag. Doch wenn ich so darüber nachdenke, dann tu ich es doch immer und immer wieder. Ich sehe mir einfach zuerst die Cover an, weil ich Bücher nun nicht einmal nur gerne lese, sondern oft auch einfach nur gerne in der Hand halte und ansehe. Deswegen sollte es auch schön aussehen. Meistens bin ich froh, wenn es bei einem Buch das mich interessiert mehrere verschiedene Cover gibt, sodass ich mich dann immer für das schönere entscheiden kann, aber für das andere tut es mir dennoch leid, haha.
    Ich brauch also ein schönes Cover und gebe dies offen und ehrlich zu.
    Alles Liebe,
    Julia

    #litnetzwerk

    Antworten
  • Nicole Mai 26, 2018 at 16:03

    Das Cover spielt bei mir auch eine wichtige Rolle. Zwar kaufe ich keine Bücher nur aufgrund des Covers, der Klappentext muss mich dann auch noch ansprechen, aber ich greife in Buchhandlungen oder auch Bücherreien eher zu den Büchern, wo das Cover heraussticht und mir gefällt. Sie haben damit also eine größere Chance von mir gekauft zu werden. Eine Ausnahme mache ich nur bei Autoren wo ich weiß, dass mir ihre Bücher gefallen und die zu meinen Lieblingen zählen. Da ist mir das Cover egal, denn ich weiß das der Inhalt gut wird. Unbekanntere Autoren müssen mir aber erstmal durch ihre Cover ins Auge springen. Aber: Ich finde es auch wichtig, dass das Cover neben der schönen Gestaltung auch zum Buch und dessen Inhalt passt. Denn das Cover weckt bei mir schon erste Erwartungen auf die Handlung.

    Ich lese auch auf vielen Buchblogs das die amerikanischen Cover so viel schöner seien und habe das auch nie verstanden, denn mir gefallen die deutschen Cover eigentlich immer richtig gut. Da merkt man aber auch, das Geschmäcker verschieden sind.

    Ps: Ich kann echt verstehen, dass ihr etwas länger für das neue Thema gebraucht habt. Manchmal hat man echt so Phasen wo einem für solche Beitragsreihen einfach nichts einfällt. Aber die Themen kommen da irgendwann von gan alleine wieder. Mir geht das bei meinen Kolumnen ähnlich. Manchmal bin ich da echt kreativ ausgeprannt, in anderen Monaten habe ich hingegen ganz viele Ideen.

    Lg Nicole // Litnetzwerk

    Antworten
  • Josia Jourdan Mai 26, 2018 at 20:38

    Hallo

    Ich sehe das wie du. Deutsche Verlage machen oftmals ziemlich gute Coverarbeit. Ich bin ein absoluter Coverliebhaber, auch wenn ein Kauf für mich nie von dem ausschlaggebend wäre. Meine Lieblingscover sind die der Silbertrilogie, das von Hundert Lügen und Amrita. Ich liebe es, wenn Verlage sich kreative Dinge einfallen lassen haben.

    Danke für den schönen Beitrag!

    Liebe Grüsse

    Josia

    #litnetzwerk

    Antworten
  • Sabrina / Lesefreude Mai 26, 2018 at 23:22

    Hallo Maike!

    Das Cover ist das erste was man bei einem Buch sieht. In einer Buchhandlung muss man irgendwie wählen welche Bücher man sich näher ansieht und auch im Internet. Das Cover ist dabei die erste Filtermöglichkeit.

    Während ich bei dem Title eines Buch sehr oft nachschaue wie das Buch im Original heißt, habe ich jedoch noch nie die Cover verglichen.

    Farbige Buchschnitte finde ich ebenfalls hübsch, allerdings mittlerweile auch schon wieder langweilig / lieblos wenn da einfach Farbe draufgeklatscht wird. Ich hatte ein Buch, bei dem waren lauter Papageien am Buchschnitt. Leider war der Inhalt nicht so toll und ich kann nicht mal mehr sagen, um welches Buch es geht.

    Es zeigt sich also, ein schönes Äußeres ist toll und fördert vermutlich auch die Verkaufszahlen. Letzten Endes zählt allerdings der Inhalt.

    Liebe Grüße
    Sabrina
    #litnetzwerk

    Antworten
  • Angelique Mai 27, 2018 at 02:28

    Liebe Maike,
    ja, ja, ja, ja und nochmal einfach JA!
    Wenn ich durch eine Buchhandlung gehe oder mich durch Buchlisten scrolle, nehme ich einfach nicht jedes Buch in die Hand oder klicke es an. Das passiert nur, wenn mich das Äußere anspricht und erst DANN kann ich den Klappentext lesen und hoffen, dass er den Inhalt wirklich gut widerspiegelt. Ich finde, dass man besonders bei deutschen Büchern oft am Cover schon das Genre erkennen kann. Zumindest grob, ob es Y/N-Adult, Fantasy oder ein Thriller ist. Und ich liebe es, wenn ich ein Buch gelesen habe, viele Aspekte aus der Geschichte im Cover wiederzufinden. Die äußerliche Gestaltung ist einfach wichtig! Und trifft ebenso wie die Geschichte dahinter immer unterschiedliche Geschmäcker, was auch gut ist. (Ausgenommen dem Rough Cut, da hört mein Verständnis auf. Es tut immer so weh, solche Bücher anzusehen!)

    Ich kann dir einfach nur zustimmen. Alles, was du gesagt hast! JA! 😀
    Liebe Grüße,
    Angie

    Antworten
  • Buchperlenblog Mai 27, 2018 at 09:04

    Hallo Maike!
    Mir geht es da genauso wie dir, das Cover entscheidet zu 98% ob ich mir ein Buch näher anschaue oder nicht. Dabei mache ich um Bücher mit Frauengesichtern zB immer einen großen Bogen, irgendwas daran schreckt mich ab. Vllt, weil der Kopf denkt, ähnliche Cover – ähnliche Geschichten. Dabei brauch ich es gar nicht so aufwendig auf dem Cover. Ich mag zB total gern die eibheitlich gestalteten, cleanen, weißen Diogenes-Cover sehr sehr gern. 🙂

    Liebe Grüße!
    Gabriela // litnetzwerk

    Antworten
  • Stopfi Mai 28, 2018 at 17:03

    Ach ja, das ist ein sehr interessantes Thema! So gerne ich schöne Cover und Karten und den ganzen Schnickschnack mag, so sehr beschleicht mich das Gefühl, dass das ganze Drumherum vom eigentlichen Inhalt ablenkt.
    Sehr stark ist mir das bei Illuminae vom Duo Kristoff/Kaufman aufgefallen. Ich weiß, 98% lieben dieses Buch. Ich nicht. Es war ganz unterhaltsam, ja. Aber ich wurde die ganze Zeit das Gefühl nicht los, dass die extravagante und wirklich tolle Aufmachung etwas davon ablenken will, dass der Blog sehr 08/15 und lahm ist. Zumindest hatte ich diesen Gedanken. Und das fand ich wahnsinnig schade. Natürlich ist die Aufmachung – innen, wie bei Illuminae – Teil der Geschichte, aber für mich muss immer noch der Inhalt im Vordergrund stehen.
    Aber gut, das sieht wohl jeder anders.
    Ansonsten: schicke Cover sind was ganz Tolles und machen auf das Buch aufmerksam. Aber ich kann mir vorstellen, dass der Hype um Buchschnitte etc. irgendwann wieder abnimmt und too much wird. Und dann kommen wahrscheinlich super schlichte Bücher auf den Markt xD
    Übrigens finde ich diesen rauen Buchschnitt auch seltsam. Das sieht so…unfertig und gebraucht aus 😐
    Schöner Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Emily

    Antworten

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