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Little Brother Leserunde – Kapitel 11 – 17

Hallo ihr Lieben. Die ersten beiden Abschnitte unserer Little Brother Leserunde liegen bereits hinter uns und wir freuen uns riesig darüber, wie fleißig ihr auf unsere Fragen kommentiert und diskutiert und finden eure Gedanken zu dem Buch wahnsinnig interessant. Wer die bisherigen Leserunden-Haltestellen gerne noch einmal besuchen möchte, findet hier zu Lena und hier zu Elli.

Mittlerweile dreht sich in Little Brother ja alles darum, sich selbst und seine Privatsphäre soweit zu schützen, wie es eben geht. Wie das funktioniert und welche Möglichkeiten man hat, erklärt Marcus bereits ziemlich genau in dem Buch (und Elli während der Blogtour), weswegen ich an dieser Stelle nicht noch weiter darauf eingehen werde. Um sich selbst und andere zu schützen baut Marcus ganz auf das Web of Trust. Dazu veranstaltet er eine Web of Trust Party bei der es darum geht, digitale Schlüssel zu tauschen. Der Sinn besteht natürlich darin, alle Mitglieder dieses Web of Trusts miteinander zu vernetzen, damit sie untereinander sicher kommunizieren können. Genauer bedeutet das: nur derjenige, der den passenden Schlüssel besitzt, kann auch die Nachricht lesen.

Nun gibt es in Little Brother so einige Stimmen, die die Notwendigkeit eines Web of Trust anzweifeln, weil sie laut eigener Aussage nichts zu verbergen haben und genau mit dieser Frage wollen wir uns in dieser Woche auch hier beschäftigen.

Würdet ihr eine Web of Trust Party veranstalten, um eure Privatsphäre zu schützen? Ist so eine Party bzw. Web of Trust wirklich nötig?

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6 Gedanken

  • Antworte Little Brother Leserunde - Kapitel 18 - Ende - Kunterbunte Flaschenpost

    […] Hallo ihr Lieben. Wir befinden uns auf der Zielgeraden und das bedeutet, dass im Buch Little Brother alles auf den Höhepunkt zusteuert. Das ging ganz schön fix, oder? Wenn ihr noch einmal die ganze Diskussion zur Leserunde nachlesen wollt, findet ihr bei Lena Kapitel 1-4, bei Elli Kapitel 5-10 und bei mir Kapitel 11-17. […]

    März 18, 2017 at 09:02
  • Antworte Auroria

    Also ich persönlich würde keine derartige Party veranstalten. Meine Fähigkeiten, was das Internet usw. betrifft, sind aber auch recht begrenzt. Was somit auch für mein technisches Wissen/Verständnis gilt. Für Marcus und seine Freunde hat das alles natürlich auch einen anderen Stellenwert. Sie möchten gegen die Methoden der Regierung vorgehen und dies im Geheimen zu machen, ist sicherlich auf gewisse Art ihren Zwecken dienlich. Auch wenn ich nicht alles gutheißen muss, was sie sich ausdenken und angehen.
    Insgesamt eine schwierige Frage. Ich hoffe, ich konnte mich trotzdem soweit verständlich machen. 🙂

    März 19, 2017 at 14:15
    • Antworte MadameLustig

      Wie würdest du es denn angehen, gegen die Regierung anzugehen und dich selbst zu schützen? Sprich: was würdest du anders machen als Marcus?

      März 20, 2017 at 09:56
      • Antworte Auroria

        Also, ich habe nun sehr lange überlegt, wie meine Antwort zu deiner Frage aussehen kann. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. “Little Brother” bietet sehr viele Denkanstöße. Manches ist mir bereits bekannt, über anderes habe ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht. Was ich jedenfalls nicht tun würde, ist, die RFIDs wildfremder Menschen einfach umzupolen bzw. die Identitäten zu switchen. Da hätte ich zu viel Skrupel, da ich natürlich nicht wollen würde, dass andere völlig unverschuldet in Unannehmlichkeiten geraten. Das Marcus und viele andere sich mittel Paranoid Linux anonym im Netz bewegen möchten, kann ich hingegen verstehen. Ich denke, insgesamt fängt doch alles bereits bei den kleinen, alltäglichen Dingen an. Sei es das bargeldlose Bezahlen, das Sammeln von Bonuspunkten oder das Nutzen der Smartphones beim Erwerb von z. B. Fahrscheinen im öffentlichen Nahverkehr. Die Bewegungen und Vorlieben eines jeden können damit ausgelesen und gespeichert werden. Möchte ich dieser Maschinerie entkommen, dann dürfte ich all das nicht mehr nutzen. Aber wie annonym bin ich dann tatsächlich. Meine Steuerdaten werden elektronisch übermittelt, die Gesundheitsdaten gespeichert… Diesem System kann man wohl nicht gänzlich entkommen. Man kann nur versuchen, sich manches bewusster zu machen und zu hinterfragen, ob dieses oder jenes nun tatsächlich notwendig ist, ob man nicht auch mal den, vielleicht, “unbequemen” Weg geht. Aufklärung ist das A und O, Denkanstöße zu vermitteln, damit am Ende die Breite Masse ihren Willen verdeutlicht. Und das ist ja im Grunde auch, was Marcus versucht zu erreichen, wenn auch nicht immer mit angemessenen Methoden. Obgleich die Methoden der Regierung fragwürdiger sind…

        März 26, 2017 at 20:10
        • Antworte MadameLustig

          Du sagst es, man sollte definitiv bewusster handeln und auch lieber mal doppelt überlegen, ob es wirklich nötig ist, dass wir nun auch noch die x-te Kundenkarte beantragen und damit unsere Daten ein weiteres Mal unbedarft weitergeben. Natürlich, unser Leben funktioniert heute über Datenspeicherung und es ist ja auch wahnsinnig bequem, aber man sollte sich wirklich immer Klaren darüber sein, was für Konsequenzen das hat. Es sollte einem niemals egal sein, dass unsere sensiblen Daten von Hinz und Kunz genutzt werden können.

          Aber vor allem sollten wir aufhören, über alles, was uns nicht passt, zu meckern, ohne selbst etwas dagegen unternehmen zu wollen. Aber du hast natürlich recht, alle Wege, die Marcus gegangen ist, sind nicht unbedingt ideal, aber gerade den Flashmob bzw das Rollenspiel finde ich absolut genial, weil es friedlich ist und auch Außenstehende zum Zuhören und Mitmachen animiert.

          Wirst du denn etwas von dem, was Marcus in dem Buch erklärt hat, im Hinterkopf behalten und eventuell versuchen umzusetzen?

          Ganz liebe Grüße
          Maike

          April 3, 2017 at 09:16
          • Auroria

            Also ich denke schon über bestimmte Dinge jetzt kritischer nach. Z. B. kann man im Personennahverkehr seit geraumer Zeit auch eine App benutzen, um Fahrscheine zu kaufen. Was auf den ersten Blick praktisch klingt, würde mir Marcus sicherlich um die Ohren hauen, da dadurch auch Daten von mir gespeichert werden, die der Fahrkartenautomat von mir nicht erheben kann.
            Außerdem versuche ich schon länger, möglichst wenig mit Karte zu zahlen, was leider viel zu oft nicht möglich ist, da ich meistens nicht so viel Bargeld mit mir rumtrage. Spontankäufe, die einen gewissen Betrag überschreiten, muss ich somit schon mit Karte bezahlen oder auch den Wochenendeinkauf. Ich versuche mir die kleinen Dinge im alltäglichen Leben jedenfalls bewusster zu machen und ggf. kritischer zu sehen.

            April 16, 2017 at 21:53

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