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    Zurück in die Vergangenheit | März

    Hallo, ihr Lieben. Wieder liegt ein Monat hinter uns und damit ist es an der Zeit für eine erneute kleine Reise in die Vergangenheit.

    Der März war für mich leider vor allem eins: ein Monat der absoluten Lustlosigkeit. Ich weiß nicht, woran es lag, aber irgendwie wollte sich die Motivation in Bezug auf was auch immer einfach nicht bei mir blicken lassen und so schlurfte ich mit hängenden Schultern in einem Tempo durch den Monat, bei dem man mir im Gehen die Hose hätte flicken können. Es war einfach alles blöd. Blöd blöd blöd. Aber ich schätze, solche Tage der schnarchnasenhaften Produktivität gehören dazu, weswegen ich das einfach mal mit Humor genommen habe.

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    Für immer Hollyhill von Alexandra Pilz

    Geschichten, die über mehrere Teile hinweg erzählt werden, haben für uns Leser ihr Vor- und Nachteile. Positiv sehe ich da natürlich, dass ich sehr viel Zeit mit lieb gewonnenen Charakteren, ihrem Umfeld und ihrer Geschichte verbringen kann. Nachteil ist dabei jedoch eindeutig, dass die ganzen Bände nicht alle auf einmal erscheinen, sondern schön peu à peu, sodass wir armen Leser nach jedem mit einem selbstverständlich sehr gemeinen Cliffhanger endendem Buch eine qualvolle Ewigkeit auf den Folgeband warten müssen, um nicht nur endlich zu erfahren, wie es mit unseren Freunden im Buch weitergeht, sondern auch, wie ihre Geschichte endet. Bekommen sie ihr verdientes Happy End oder müssen sie sich der traurigen Wahrheit stellen, dass dieser Ausgang für sie vielleicht niemals kommen wird? Ja, dieses Warterei ist schrecklich und im Fall von Für immer Hollyhill fand ich sie ganz besonders schlimm, denn der letzte Band der Hollyhill-Trilogie ließ nicht “nur” ein Jahr auf sich warten, wie es bei den vorangegangenen Büchern der Fall war, sondern qualvolle zwei Jahre. Aber was lange währt, wird ja meistens gut. Oder nicht?

    Erschienen: Februar 2016 bei Heyne fliegt | Format: Gebunden/Ebook | Seiten: 384| Webseite der Autorin Alexandra Pilz | Bewertung: 4 von 5 Fläschchen

    Aber worum geht es überhaupt?
    Emily ist zurück in München, doch geht es ihr, nachdem sie sich von Matt verabschiedet und Hollyhill den Rücken gekehrt hat, gar nicht gut. Nicht nur vermisst sie ihre große Liebe sehr, sie wird auch von schrecklichen Albträumen geplagt, die sich alle nur um einen drehen: Matt. Wie soll sie jemals über ihn hinwegkommen, wenn er sie ständig in ihren Träumen besucht? Und was haben diese überhaupt zu bedeuten? Als völlig unerwartet Silly und Joe vor ihrer Tür stehen und Emily berichten, dass ihre beste Freundin Fee nach Hollyhill gekommen und nun gemeinsam mit dem Dorf in der Zeit gereist ist, hat sich der Abschied von Hollyhill und Matt für Emily erst einmal erledigt, denn für sie steht fest: sie muss Fee hinterher und ihre beste Freundin zurückholen! Doch wird es ihr Herz aushalten, Matt wieder zu sehen und sich dann erneut von ihm verabschieden zu müssen?

    Dem gewohnt mitreißenden und bildhaften ..
    Schreibstil von Frau Pilz war es zu verdanken, dass ich mich im Nu wieder in der Geschichte eingefunden und das Gefühl hatte, nie aus Hollyhill weggewesen zu sein. So kam es, dass meine Augen an den Seiten klebten, während diese dahin flogen und das Ende der Geschichte viel schneller einläuteten, als ich es mir gewünscht habe.

    Hinter dem Pfarrhaus wirbelten dunkle Wolken am Himmel,
    als malten sie ihn neu, in schwarzen, düsteren
    Farben, die sich bis an den 
    Rand der Weide schoben und
    dort ausharrten, ein lauerndes Desaster. (S.64)

    Ich bin ein riesengroßer Emily & Matt Fan und muss als solcher zugeben, dass mir die beiden hier etwas zu kurz gekommen sind. Zwar wurde diese Lücke von anderen Charakteren – allen voran von Fee und Cullum – gut ausgefüllt, doch fehlte mir die gemeinsame Zeit mit den beiden und all ihren wundervollen und quälend schmerzlichen Gefühlen einfach. Bis auf diesen Punkt hat es Frau Pilz aber auch hier wieder geschafft, dass ich mich inmitten der Charaktere wohl gefühlt und sie für die Dauer der Geschichte meine Freunde genannt habe. Ein besonderes Augenmerk lag dabei, wie schon angedeutet, auf Fee und Cullum, zwei Charaktere, die man als Leser bislang nur gestreift hatte und die es nun gilt besser kennen zu lernen.

    Und dann, dann schien sich die Zeit auf einmal zu ziehen
    wie ein Kaugummi, und dieses Gefühl, es hielt an – dieses fürchterliche,
    grauenerregende, alles überschattende Gefühl,
    das ihr die Tränen in die Augen trieb, während sie fühlte, wie ihr Körper 
    schwächer wurde. (s. 201)

    Als Schauplatz dient in Für immerHollyhill vorwiegend das Dorf selbst, weswegen wir als Leser vom Jahr 1811 erst einmal nicht viel mitbekommen. Das ändert sich ab circa der Hälfte jedoch, wobei ich auch hier sagen muss, dass man, trotz Ausflug ins nahe gelegene Dorf, kaum etwas erlebt, was darauf schließen würde, dass man sich gerade in dieser weit in der Vergangenheit zurückliegenden Zeit aufhält. Schade, denn trotz dessen, dass ich mich daran während des Lesens überhaupt nicht gestört habe, hätte ich mir dahingehend im Nachhinein doch ein wenig mehr gewünscht, zumal Frau Pilz im ersten und zweiten Band der Hollyhill-Trilogie bereits ausreichend bewiesen hat, dass ihr die bildhafte Beschreibung der durch die Zeitreisen besuchten Orte sehr gut liegt.

    Zu schade, dass auch die wunderbarsten Augenblicke
    nicht ewig dauern können.
    Dumm, dass sie nicht einmal eine Nacht überstehen. (S. 286)

    Haben in den vorangegangenen beiden Bänden die unterschiedlichen Gaben und Aufgaben der Dorfbewohner noch eine große Rolle gespielt, ist dieser Handlungsstrang nun fast gänzlich in den Hintergrund gerückt. Bis auf Emilys Gabe hört beziehungsweise liest man kaum noch etwas dahingehend, was ich persönlich zwar etwas schade, doch nicht allzu tragisch fand, da die Handlung auch so genug Material aufweist. Neben der kleinen Liebesbeziehung, die sich zwischen Fee und Cullum anbahnt, sind es vor allem die unerklärlichen Dinge, die im Dorf zunehmend geschehen und scheinbar alle irgendwas mit Emily zu tun haben, die einen zentralen Punkt der Handlung einnehmen. Gemeinsam mit Emilys Träumen von Matt und dessen tagelanger Abwesenheit bietet die Handlung jede Menge Spannung wie auch Gelegenheiten zum Lachen, Weinen und Dahinschmelzen.

    Zusammengefasst heißt das ..
    Trotz der Kritik, die an einigen Stellen Erwähnung gefunden hat, ist Für immer Hollyhill für mich ein gelungener Abschluss einer tollen Trilogie. In diesem Buch finden wir Rätsel, die es zu lösen gilt, Spannung. wunderbare und starke Charaktere, lustige und traurige Momente und solche, die das Herz höher schlagen lassen.

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    [2 in 1] Zurück nach Hollyhill & Verliebt in Hollyhill von Alexandra Pilz

    Hallo ihr Lieben. Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich ein großer Fan der Hollyhill-Trilogie von Alexandra Pilz bin. Und nachdem ich nun schon gefühlte hundert Mal an verschiedenen Stellen hab durchsickern lassen, dass ich den letzten Band endlich endlich mein Eigen nennen darf und er mir viel Freunde bereitet hat, ist es nun langsam an der Zeit, mal ein kleines bisschen näher auf das Thema Hollyhill einzugehen.

    Zurück nach Hollyhill – Erschienen: 2013 | Seiten: 352 | Format: Gebunden/Taschenbuch/Ebook |
    Verliebt in Hollyhill – Erschienen 2014 | Seiten: 384 | Format: Gebunden/Taschenbuch/Ebook

    Zurück nach Hollyhill & Verliebt in Hollyhill Diese beiden Bücher habe ich bereits vor einer Weile gelesen und da in den nächsten Tagen meine Meinung zum dritten und abschließenden Band der Hollyhill-Trilogie online gehen wird (ja, ich bekomme es tatsächlich noch auf die Reihe! xD), habe ich mir gedacht, ich erzähle euch erst einmal ein wenig über die beiden vorangegangenen Bücher.

    Als die 17-jährige Emily zu ihrem Abitur von ihrer Großmutter ein Armband und einen Brief ihrer verstorbenen Mutter überreicht bekommt, ändert sich das Leben des Mädchens schlagartig. Zwar weiß Emily nicht genau, was sie von den Worten ihrer Mutter und deren Bitte, nach Hollyhill im englischen Dartmoor zu reisen, halten soll, doch ihre Neugier ist geweckt. Allerdings ist es schon ziemlich merkwürdig, dass Hollyhill auf keiner Karte verzeichnet ist und auch im Dartmoor angekommen scheint ihr niemand helfen zu können. Zum Glück kommt zum richtigen Zeitpunkt ein Geländewagen vorbei, dessen Fahrer nicht nur Emilys Herz einen kleinen Hüpfer beschert, sondern auch der Einzige weit und breit zu sein scheint, dem Hollyhill ein Begriff ist. Komisch nur, dass der nette und hilfsbereite junge Mann so gar nicht davon angetan ist, den Namen des Örtchens aus Emilys Mund zu hören ..

    Nach ihrem Abenteuer in den 80er Jahren ist Emily samt allen Dorfbewohnern wieder im Hollyhill der Gegenwart gelandet und hat ein dickes, fettes Problem mitgebracht: sie ist bis über beide Ohren in Matt verliebt, doch der hält sie plötzlich auf Distanz. Warum nur? Bevor Emily diese Frage für sich beantworten und herausfinden kann, ob ihre Gefühle überhaupt eine Chance haben wird das Dorf erneut durch die Zeit katapultiert. Ins Jahr 1811. Dort warten nicht nur romantische Kleider und Hochsteckfrisuren auf Emily, sondern auch das Rätsel um eine Frau, die bewusstlos in einer Kutsche liegend nach Hollyhill kommt. Auf der Suche nach Antworten ob der Herkunft der unbekannten Frau verschlägt es Emily und Matt in ein altes Herrenhaus, wo sie als Bedienstete nicht nur die Romantik des 19. Jahrhunderts aus einer anderen Perspektive kennenlernen, sondern auch auf düstere Geheimnisse und dramatische Geschehnisse stoßen ..

    Ich möchte euch an dieser Stelle ..
    gar nicht groß mit Details rund um die Bücher erschlagen und damit eventuell vieles vorweg nehmen, was in der Rezension zum letzten Band der Trilogie Für immer Hollyhill erwähnt werden wird. Nur so viel: Als ich vor einigen Jahren zu Zurück nach Hollyhill gegriffen und mich Hals über Kopf in ein neues, spannendes Abenteuer gestürzt habe, war ich in Sachen Zeitreisegeschichten noch ein absoluter Neuling. Okay, gut, die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier hatte ich gelesen und wusste somit viel über genetische Veranlagung und Chronographen, doch das war es auch schon. Ich war damals ein noch fast unbeschriebenes Zeitreiseblatt und hungrig auf all die Ideen, die noch irgendwo da draußen darauf warteten, bei mir im Bücherregal zu landen.

    Gespannt und voller Vorfreude, doch ohne große Erwartungen griff ich also eines schönen Tages nach Zurück nach Hollyhill und obgleich ich euch heute gar nicht mehr sagen kann, wann genau mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen hat, weiß ich doch noch sehr genau, dass es ziemlich schnell geschah. Der angenehm lockere Schreibstil, mit dem Frau Pilz es geschafft hatte, mich von meinem Sofa ins englische Dartmoor zu katapultieren, die liebenswerten, teilweise sehr speziellen Charaktere, wie auch die Idee, ein ganzes Dorf – sozusagen für den guten Zweck – in der Zeit reisen zu lassen hatten es mir wirklich angetan und sorgten dafür, dass die ersten beiden Bände von mir binnen kürzester Zeit regelrecht verschlungen wurden.

    Im Internet liest man oft etwas über Logikfehler, die sich in der Geschichte rund um Hollyhill breitgemacht haben und ja, auch ich muss zugeben, dass es hier und da vielleicht etwas mehr Erklärungen hätte geben können, muss aber auch sagen, dass es mich weitaus weniger gestört hat, als das vielleicht bei anderen Büchern der Fall gewesen wäre. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Die Hollyhill-Trilogie lebt für mich in allererster Linie von den Charakteren und der Liebesgeschichte und nicht von dem Zeitreiseaspekt. Natürlich spielt auch der eine große Rolle, gar keine Frage, doch stand er für mich keinesfalls im Mittelpunkt der Geschichte, weswegen ich mich von den vereinzelten kleinen Fragezeichen ob der Zeitreiselogik nicht gestört gefühlt habe.

    Die Hollyhill-Trilogie aus der Feder von Alexandra Pilz sind Bücher für all jene, die sich gerne in Abenteuer stürzen, ihre Zeit mit tollen Charakteren verbringen und eine Geschichte trotz kleiner Ungereimtheiten lieben können. Bist du so jemand?

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