Sturmtochter – Für immer verboten von Bianca Iosivoni

Posted on Juni 29, 2018

Sturmtochter - Für immer verboten

Ganz egal in welchen sozialen Netzwerken man sich momentan herumtreibt, an Sturmtochter – Für immer verboten von Bianca Iosivoni kommt man einfach nicht vorbei. Zum Glück, sage ich da nur, denn anderenfalls wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf die neue Trilogie der Autorin aufmerksam geworden, wodurch mir – und das kann ich jetzt im Nachhinein voller Überzeugung sagen – eine fantastische Idee durch die Lappen gegangen wäre.

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Erschienen: Juni 2018 Ravensburger Buchverlag | Format: brochiert | Seiten: 480  | Bewertung: 4 von 5 Fläschchen

Meine Meinung als Podcast:


Worum geht es?

Ava lebt auf der Insel Skye, wo sie Nachts heimlich gegen Monster kämpft. Die sogenannten Elementare bedienen sich der Elemente, was sie nicht nur mächtig, sondern auch wahnsinnig gefährlich macht. Um die Bewohner der Insel vor ihnen zu schützen und auch, um ihre Mutter zu rächen, die vor Jahren den Elementaren zum Opfer gefallen ist, setzt sich Ava beinahe täglich der Gefahr aus, nimmt blaue Flecken und schmerzende Muskeln in Kauf. Aber zum Glück kämpft sie nicht alleine. Ihr zur Seite steht ihr Mittschüler Lance, der sich nicht nur ebenfalls immer wieder in Gefahr bringt, sondern Ava im Kampf auch perfekt ergänzt. Das ändert sich auch nicht, als Avas Innerstes in Aufruhr gerät und plötzlich selbst das gewaltige Meer ihre Gefühle spiegelt ..

Wenn da eine fantastische Idee ist ..
Ich meine mich daran zu erinnern, dass Bianca Iosivoni irgendwo erwähnt hatte, dass die Idee zu Sturmtochter bereits etwas älter wäre, sie nur nie die Gelegenheit dazu bekam, sie auch niederzuschreiben. Ich bin verdammt froh, dass sich diese nun geboten hat, denn die Idee hinter Sturmtochter ist einfach zu gut, um sie nicht aufzuschreiben und die Welt daran teilhaben zu lassen. Feuer, Wasser, Wind, Erde, Energie: fünf Elemente von den jedes einem Clan zugehörig ist und als wäre das nicht schon magisch und schottisch genug, hat Bianca Iosivoni auch noch Feen eingebaut, die die Geschichte abrunden. Nur auf den stets mit Schottland in Verbindung gebrachten Schottenrock sucht man hier vergebens, was in Anbetracht der Kampfszenen durchaus verständlich ist – vor allem, weil die Schotten unter ihrem Kilt ja bekanntlich nichts drunter tragen. Doch auch, wenn Lance und Reid sicherlich eine sehr interessante Figur im Schottenrock abgegeben hätten, hatte ich auch ohne das Herrenröckchen nicht das Gefühl, irgendwas wäre hier nicht ganz stimmig. Im Gegenteil, es hat sich wirklich alles wunderbar ineinandergefügt, hat mir wunderschöne, erschreckende und gewaltige Bilder in den Kopf gezaubert und mir eine Welt offenbart, die mir bislang noch völlig fremd war und damit erst recht etwas ganz besonderes wurde.

Verliebt in eine Insel
Ich war noch nie in Schottland und demnach auch noch nie auf der Isle of Skye. Aber ich habe das Gefühl, dort gewesen zu sein, den Fairy Glen, die Klippen, die gewundenen Straßen, das Meer, den Regen und die Luft wie meine Westentasche zu kennen und ich vermisse es. Ich habe mich in eine Insel verliebt, auf der ich noch nie in meinem Leben war und habe schreckliches fernweh, weil ich unbedingt dorthin zurück möchte. Leider ist eine Reise dorthin momentan nicht drin und Band 2 der Sturmtochter-Trilogie lässt auch noch ein paar Monate auf sich warten, weswegen ich mich bis dahin mit Bildern der Insel und einem Reread von Sturmtochter – Für immer verboten begnügen muss, aber es gibt eindeutig schlimmeres, als sich in Bianca Iosivonis lebhaften Beschreibungen zu verlieren, die mich während des Lesens nicht nur auf die Insel gebeamt haben, sondern mich auch fast die salzige Luft riechen und das Meeresrauschen hören ließen.

Ein bisschen mehr Unterhaltung wäre genau mein Ding gewesen
Dass Sturmtochter – Für immer verboten wahnsinnig bildgewaltig und atmosphärisch ist, habe ich ja bereits ausreichend klar gemacht, denke ich und allein damit hat Bianca Iosivoni bereits eine Geschichte geschrieben, die ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Zum perfekten Buch hat es dennoch nicht gereicht, denn dafür fehlten mit einfach Dialoge. Natürlich gibt es welche, so ist es nicht, aber mir waren das einfach zu wenig. Ich persönlich ziehe meine Informationen über eine Geschichte, deren Figuren und Welt nämlich am liebsten aus Gesprächen, weswegen ich da gerne immer ein Zeilen mehr habe und wenn eine Autorin dann auch noch so wahnsinnig authentische und gleichermaßen spritzige wie bissige Dialoge schreibt, könnte es sogar passieren, dass ich nöggelig werde, weil diese tollen Momente immer wieder viel zu schnell vorbei sind. Okay, könnte ist falsch, ich wurde nöggelig, aber das sei mir verziehen, denn die Dialoge waren wirklich toll, und haben wahnsinnig viel Leben in die Geschichte gebracht. Um solch Spaß machende Gespräche zu schreiben, braucht es allerdings nicht nur die passenden Worte, sondern auch tolle Figuren mit Charakter und davon gibt es hier tatsächlich so einige.

Kurzum
Nachdem ich gelesen hatte, dass es in Sturmtochter – Für immer verboten um Wasser und mein geliebtes Meer geht, war sofort klar, dass ich dieses Buch würde lesen müssen und ich habe so gehofft, dass es meinen Vorstellungen gerecht werden würden. Und verdammt, es wurde es! Von den Bildern, die dieses Buch in meinen Kopf gezaubert hat, werde ich noch eine Weile zehren, die Figuren und ihre Dickschädel vermisse ich bereits jetzt und ich hoffe sehr, dass irgendjemand ein kleines bisschen an der Zeit dreht, damit Band 2 schnell bei mir einziehen kann.


Weitere Meinungen zu dem Buch: Anni-chans fantastic books | Golden Letters | Corinnas World of Books

4 Gedanken

  • Nicole Juni 30, 2018 at 18:51

    Da hast du Recht: An dem Buch kommt man gerade nicht vorbei und es ist mir auch schon auf Instagram ganz oft begegnet. Die Idee dahinter klingt echt interessant, sodass ich mir das Buch auch mal holen werde. Da ich da aber immer etwas warte und mein SuB auch noch riesig ist, wird das aber noch etwas dauern. Schottland reizt mich ja ebenfalls schon länger. Bei mir hat die Liebe mit Outlander angefangen, da die Bücher sowie auch die Serie ja stark auf die Bräuche eingehen. Würde dort auch gerne mal eine Tour zu besagter Serie machen ,die wird ja angeboten. Aber finanziell ist das gerade bei mir auch nicht drinnen.

    Antworten
    • MadameLustig Juli 2, 2018 at 11:43

      Oh, Outlander reizt mich auch sehr. Allerdings nur die Serie und nicht die Bücher. Alles, was so in die historische Richtung geht, mag ich irgendwie nicht so gerne lesen. Keine Ahnung, warum. Aber die Serie werde ich sicher irgendwann gucken – nicht zuletzt wegen Schottland! 😀

      Vielen vielen Dank für dein liebes Feedback! <3

      Antworten
  • Nicci Trallafitti Juli 1, 2018 at 13:09

    Hey!
    Dein Fazit klingt echt toll, ich muss mir das Buch scheinbar bald mal zulegen.
    Und besonders diese Dickschädel-Sache reizt mich jetzt sehr, hihi.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Antworten
    • MadameLustig Juli 2, 2018 at 11:45

      Ja, mit Dickschädeln kann man mich auch locken. Wenn es gleich mehrere Figuren dieser Sorte gibt, verspricht es aber auch immer amüsant zu werden, oder? 🙂
      Ich bin sehr gespannt, wie dir das Buch dann gefallen wird. Lass es mich unbedingt wissen, ja?

      Ganz liebe Grüße,
      Maike

      Antworten

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