Maybe This Time - Auf einmal ist alles anders

Maybe This Time – Und auf einmal ist alles ganz anders von Jennifer Snow

Posted on Dezember 9, 2018

Maybe This Time - Auf einmal ist alles anders
Maybe This Time - Auf einmal ist alles anders

Liebesgeschichten stehen bei mir zur Zeit ganz hoch im Kurs. Besonders dann, wenn ich mich mit den Figuren identifizieren und sie sich an einem Punkt im Leben befinden, den ich nachvollziehen kann. So war es also nicht verwunderlich, dass mich der Klappentext von Maybe This Time – Und auf einmal ist alles ganz anders direkt angesprochen hat und ich nicht umhin kam, das Buch zu lesen.

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Erschienen: November 2018 LYX Verlag | Format: Taschenbuch | Seiten: 369 | Bewertung: 2,5 von 5 Fläschchen

Meine Meinung als Podcast:


Worum geht es?

Nach der Trennung von ihrem Mann kehrt Abigail mit ihrer Tochter zurück in ihre Heimatstadt, um dort neu anzufangen. Mit Beharrlichkeit und dank einer Portion Glück schafft sie es auch bald, das Städtchen von ihrem Können zu überzeugen und sich beruflich einen Platz in der Gemeinschaft zu sichern. Abigal könnte also zufrieden sein und sich ganz auf ihr neues Leben einlassen, wäre da nicht ihre Tochter, die unbedingt in der Schulmannschaft Eishocky spielen möchte und von niemand geringerem trainiert wird, als dem besten Freund ihres Noch-Ehemanns, der Abigail schon zu ihrer Schulzeit nicht ausstehen konnte …

Figuren zum Gernhaben!
Das erste, was mir zu diesem Buch in den Kopf schießt, sind die überaus sympathischen Figuren. Ganz gleich ob Protagonistin Abigail höchstpersönlich, ihre kluge Tochter Dani und ihre Freundin Taylor, Haylie oder Eishockeytrainer Jackson: sie alle haben ihre ganz eigenen Charakterzüge und Macken und mich über die knapp 350 Seiten gut unterhalten. Ganz besonders angetan haben es mir allerdings nicht die Protagonistin und ihr männlicher Gegenpart, sondern Dani und Taylor, zwei Mädchen, die wahnsinnig klug sind, wissen, was sie wollen, sich dafür auch stark machen und mit ihrer selbstbewussten Art so manchen Schmunzler aus mir hervorgekitzelt haben. Beinahe ebenso angetan war ich von Haley, Jacksons Schwester und Taylos Mutter, die einfach herzlich, liebevoll und verdammt stark ist und kein Blatt vor den Mund nimmt.

Zu einfach gestrickt
Ich lese wirklich viel und gerne Liebesgeschichten und habe kein Problem damit, dass sich die meisten Storys sehr ähneln, weil es in meinen Augen oft das Drumherum ist, das einer Geschichte die besondere Würze verleiht. Und das fehlte mir hier leider an zu vielen Stellen. Größtenteils drehte sich hier alles nur um die Abigail und Jackson, darum, wie anziehend sie sich trotz ihrer Abneigung zueinander finden und wie gut der jeweils andere aussieht, wodurch Maybe This Time – Und auf einmal ist alles ganz anders nicht nur stark vorhersehbar war, sondern über weite Teile auch flach und oberflächlich. Das finde ich nicht nur deshalb schade, weil die Geschichte so kaum Überraschung enthielt, sondern auch, weil so weder all die tollen Figuren den Raum bekommen haben, den sie verdient hätten noch viel Neugier auf die folgenden Bände entstanden ist, die sich um Jacksons Geschwister drehen werden. Dabei hat Frau Snow durchaus einige Möglichkeiten eingebaut, um die Geschichte anzureichern, aber ausgearbeitet und dessen Potenzial genutzt hat sie leider nicht. Bedauerlich, denn allein etwas mehr Fokus auf Abigails (Noch-) Ehemann hätte der Geschichte wahrscheinlich den einen oder anderen Überraschungsmoment verliehen und zumindest für so viel Würze gesorgt, dass ich an den Seiten geklebt und mit den Figuren mitgelitten hätte.

Kurzum
Lange habe ich überlegt, was ich über den Reihenauftakt der Colorado Ice Reihe, Maybe This Time – Und auf einmal ist alles ganz anders, schreiben soll, denn viel Handlung und Entwicklung gab es ja nicht. Und selbst jetzt noch sitze ich hier und grübel vor mich hin, weil es mich traurig macht, so wenig Spaß an der Lektüre gehabt zu haben. Doch so ist es leider und egal, wie ich es drehe und wende – es ändert sich nichts. Maybe This Time – Und auf einmal ist alles ganz anders konnte mich schlicht nicht so überzeigen, wie erhofft. Sympathische Figuren, die viel zu wenig Raum bekommen haben und die eher maue Nebenhandlung haben die ziemlich oberflächliche Liebesgeschichte leider nicht so bereichern können, wie es nötig gewesen wäre, um mehr zu werden, als nette Unterhaltung für zwischendurch.


Weitere Meinungen zu dem Buch: Bücherfantasie | My Book Moments | Glitastic Books

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